Babette Ihle

Regie: Anne Sessler

Fiel früher der Name Babette Ihle, so wussten allenfalls noch ältere Bruchsaler, dass damit eine dichtende Obervorstädterin gemeint ist. Dies hat sich erheblich geändert. Zum einen, da 2006 eine Gedenktafel an ihrem noch erhaltenen, kleinbäuerlichen Wohnhaus Nummer 106 in Bruchsals Württemberger Straße angebracht wurde. Seit 2011 ist überdies der kleine Platz nördlich der Stadtkirche ihrem Andenken gewidmet, just der Ort, wo sie Jahrzehnte lang als „Marktbeschickerin“ ihre landwirtschaft- lichen Produkte feil bot. Wer die Gemüsebäuerin, Marktfrau, Stadtverordnete der Zentrumspartei und Poetin nicht vom Wochenmarkt her kannte, erfuhr von ihr bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen, wo sie gern das selbstgereimte Wort ergriff. Vieles schrieb sie in gereimter Mundart. Viel Heiteres, aber auch Ernstes, manch Zeitkritisches und sogar Politisches findet sich in ihren Aufzeichnungen. 

Stationen ihres arbeit- und entbehrungs- reichen, von Schicksalsschlägen geprägten Lebens (18. 9.1871 bis 5. 4.1943) sind in ihrer Kurzbiographie beschrieben. Zum Abschluss bekennt Babette Ihle, dass drei Dinge sie durchs Leben getragen haben: Das Gebet, die Arbeit und ihr von der Mutter ererbter Humor.

Unter der Regie von Anne Sessler verkörpert Elisabeth Rieger nochmals die beliebte Heimat- und Mundartdichterin - mit Stefan Schuhmacher am Leierkasten. Die Erinnerung an die 1943 verstorbene Gemüsebäuerin, Marktfrau, Ersatzmutter und Poetin wird bald Ausdruck in einer Sitzfigur auf dem Babette-Ihle-Platz finden. Die Koralle lässt sie noch einmal lebendig werden.

Es spielten ...

Elisabeth Rieger (Babette Ihle)

Stefan Schuhmacher (Guscht)